Sharon Dodua Otoo
"Wie ein Spiegel: Was Schwarze Feminist*innen uns zeigen (können)"

Moderation: Dagmar Fink, Elisabeth Günther
05.11.2020 / 19.30-21.00 Uhr

In diesem Sommer wurden politisch aktive Schwarze Menschen von zahlreichen deutschsprachigen Medien eingeladen, Kommentare zu schreiben, an Podiumsdiskussionen teilzunehmen und ihre Ansichten im Radio zu diskutieren. Plötzlich waren sie nicht mehr nur Opfer, sondern wurden als Expert*innen angesehen. Was wäre gewesen, wenn diese Energie beibehalten worden wäre? Was wäre, wenn dieses Jahr vor allem Schwarze Feminist*innen auch nach dem Sommer in größerer Zahl als je zuvor beschäftigt, gefördert und veröffentlicht worden wären? Wie könnte unsere Medienlandschaft aussehen? Was Schwarze Feminist*innen uns zeigen können und warum wir nicht dafür erst auf tragische Umstände warten sollten, ist das Thema dieser Rede.

Sharon Dodua Otoo (*1972 in London) ist Autorin und politische Aktivistin.
Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed" (edition assemblage). Ihre ersten Novellen „die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle" und „Synchronicity" erschienen zuletzt 2017 beim S. Fischer Verlag. Mit dem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin" gewann Otoo 2016 mit den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur "Dürfen Schwarze Blumen Malen?", die im Verlag Heyn erschien. Ihr erster Roman auf Deutsch ist für 2021 beim S. Fischer Verlag geplant. Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und Phoenix e.V. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Anmeldungen zur Preisverleihung und Keynote sind bis 29.10.2020 an office@oeggf.at möglich. Der Link wird Ihnen nach der Anmeldung per Mail zugesandt.