Die Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) wurde im November 2012 im Rahmen einer Gründungsversammlung in Salzburg gegründet. Sie bezweckt die Etablierung, Weiterentwicklung und Förderung von Geschlechterforschung in ihrer gesamten Breite im universitären und außeruniversitären Bereich in Österreich. Die ÖGGF unterstützt die nachhaltige Verankerung von Gender Studies in Forschung und Lehre an den österreichischen Universitäten und Fachhochschulen und nimmt die Vertretung der Geschlechterforschung in den relevanten hochschul- und wissenschaftspolitischen Gremien bzw. in der Öffentlichkeit wahr. Die Vernetzung aller in facheinschlägigen Bereichen Tätigen ist prioritäres Ziel der Gesellschaft. Die ÖGGF spiegelt die fachliche Heterogenität und Breite der Geschlechterforschung ab und versteht Women’s, Gender and Feminist Studies, Queer Studies, Trans Studies, Postcolonial Studies und Decolonial Studies sowie Intersectionality Studies als zentrale Wissensfelder der Geschlechterforschung. Die Themen und Schwerpunkte, Diskussionen und Vernetzungen werden vom Vorstand und den Mitgliedern der Gesellschaft u.a. in Arbeitsgruppen aktiv gestaltet und weiterentwickelt.

Die ÖGGF veranstaltet alle zwei Jahre eine Tagung. Diese Tagungen finden an unterschiedlichen österreichischen Universitäten statt und sind jeweils einem spezifischen Themenschwerpunkt gewidmet. Die Organisation der Tagungen wird von einem Scientific Board und einem Administrative Board getragen, in denen Mitglieder des ÖGGF-Vorstands sowie Forscher*innen der jeweiligen Host-Institution vertreten sind. Die ÖGGF-Tagungen sind eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch innerhalb der interdisziplinären Geschlechterforschung und für die Vernetzung, insbesondere von early career scholars.

Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) besteht aus mindestens fünf und maximal sieben Mitgliedern. Bei der Zusammensetzung wird darauf geachtet, dass Vertreter*innen unterschiedlicher Statusgruppen und universitärer Standorte repräsentiert sind. Ebenso bildet der Vorstand die Breite und Heterogenität der Geschlechterforschung ab, da die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichen Disziplinen und Feldern der Geschlechterforschung tätig sind.
Die Mitglieder des Vorstands werden bei der Generalversammlung gewählt, die alle zwei Jahre im Rahmen der ÖGGF-Tagungen stattfindet. Die Amtsperiode aller Vorstandsmitglieder umfasst zwei Jahre. Der Vorstand setzt sich aus einer Obperson, einer stellvertretenden Obperson, einer*m Kassier*in, einer*m Schriftführer*in sowie weiteren Vorstandsmitgliedern zusammen. Diese Mitglieder sind bei den Entscheidungen des Vorstands stimmberechtigt. Zusätzlich können kooptierte Mitglieder dem Vorstand angehören. Diese sind nicht stimmberechtigt, können sich jedoch beispielsweise als Vertreter*innen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen oder der Genderplattform an der Vorstandsarbeit beteiligen.
Der Vorstand trifft sich mehrmals jährlich zu internen Vorstandssitzungen, bei denen die Projekte und Tätigkeiten der ÖGGF geplant und koordiniert werden. Dazu zählen unter anderem Veranstaltungen, Förderaktivitäten, Stellungnahmen (u.a. zur Relevanz von Geschlechterforschung für eine demokratische Wissenschaft und Gesellschaft) sowie Maßnahmen zur Vernetzung innerhalb der österreichischen Geschlechterforschung. In seiner Arbeit wird der Vorstand von der Geschäftsstelle der ÖGGF unterstützt.

Die Geschäftsstelle der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) wird von einer Person in einem geringfügigen Anstellungsverhältnis geleitet. Die Aufgabenbereiche der Geschäftsstelle umfassen die Mitgliederverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Bürotätigkeiten und die Korrespondenz mit Mitgliedern, Nicht-Mitgliedern und dem Vorstand. Weitere operative und inhaltliche Tätigkeiten können zum Tagesgeschäft der Geschäftsstelle hinzukommen.